Hepatitis - Leberentzündung

Die Hepatitis ist eine Leberentzündung, die durch Viren verursacht wird. Es sind verschiedene Hepatitis-Viren bekannt. Die häufigsten sind Hepatitis A, B, C, D und E. Hepatitis B bzw. C sind in der Schweiz mit ca. 20‘000 bzw. 40‘000 am häufigsten.

Beim Hepatitis A Virusfindet die Ansteckung meist über verunreinigtes Wasser oder mit dem Virus infizierte Lebensmittel statt.

Hepatitis B und C werden hingegen durch den Kontakt mit infiziertem Blut und anderen Körperflüssigkeiten übertragen. Häufigste Ansteckungsarten sind daher Geschlechtsverkehr, der Austausch von nicht sterilen Utensilien, wie Zahnbürsten, Spritzen oder Nadeln sowie Kontakt mit Blut, z.B. über kleinste Hautverletzungen, wie beispielsweise bei Tattoos. Dabei reichen schon geringste Mengen des Virus für eine Ansteckung. Der Hepatitis B Virus ist 100mal ansteckender als der HI-Virus und überlebt in Feuchtigkeit bis zu einer Woche.

Beschwerden, Symptome

Bei allen Hepatitis Arten kommt es nach der Ansteckung zu einer akuten Infektion. Eine akute Infektion kann Symptome wie Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut, Augen), Dunkelfärbung des Urins, Müdigkeit, Übelkeit oder Bauchschmerzen verursachen. Nicht selten verläuft die akute Ansteckung jedoch nur mit wenig Beschwerden oder gar unbemerkt.

Während Hepatitis A innerhalb von wenigen Wochen ausheilt, können Infektionen mit Hepatitis B-, C- und D-Viren zu einer chronischen Leberentzündung mit lebensgefährlichen Folgen, wie Leberzirrhose, Leberversagen oder Leberkrebs führen. Hepatitis B und C gehören denn auch zu den häufigsten Ursachen von Leberzirrhose und Leberkrebs. Mittlerweilen sterben mehr Menschen an Hepatitis als an HIV. 

Leben mit Hepatitis

Die Diagnose Hepatitis bedeutet nicht, dass die Krankheit den schwerwiegenden, chronischen Verlauf nehmen muss. Wichtig ist potentielle Risiken zu reduzieren oder eine mögliche Ansteckung frühzeitig zu erkennen, damit der Verlauf der Erkrankung beobachtet werden und rechtzeitig mit einer Behandlung begonnen werden kann. Lediglich der Alkoholkonsum sollte auf ein Minimum reduziert werden und beim Geschlechtsverkehr sind bestimmte Vorsichtsmassnahmen einzuhalten.

Bei bekannter Hepatitis B ist es wichtig, dass Lebenspartner und Familienangehörige von erkrankten Personen sich mit einer Impfung schützen.

Impfung

Gegen Hepatitis A und B ist eine aktive Impfung der beste Schutz! Die Impfung gegen Hepatitis A wird insbesondere empfohlen bei Reisen in endemische Gebiete. Siehe dazu www.safetravel.ch.

Die Impfung gegen Hepatitis B wird seit 1998 generell für Jugendliche zwischen 11 bis 15 Jahren empfohlen. Gruppierungen, die einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Personen mit Gesundheitsberufen, Drogenkonsumierende oder Personen mit häufig wechselnden SexualpartnerInnen wird die Impfung ebenfalls empfohlen.  Da die Hepatitis D nur nach einer Ansteckung mit Hepatitis B vorkommt, hilft die Impfung gegen Hepatitis B gleichzeitig auch gegen Hepatitis D.

Für die übrigen Hepatitis-Arten, insbesondere gegen Hepatitis C, gibt es keine Impfung.

Behandlung

Die Hepatitis A heilt in der Regel innerhalb von wenigen Wochen von selbst ab. Eine leberschonende, fettarme Ernährung und Verzicht auf Alkohol fördert den Heilungsverlauf.

Die Hepatitis B kann spontan ausheilen. Bei Übergang in ein chronisches Stadium ist eine Heilung nicht möglich, schwere Komplikationen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs können aber mit einer frühzeitig einsetzenden, medikamentösen Behandlung wirksam verhindert werden. Zum Einsatz gelangen heute primär antivirale Medikamente. Bei konsequenter Überwachung und adäquater Behandlung können Betroffene ein nahezu normales Leben führen. Lediglich der Alkoholkonsum sollte auf ein Minimum reduziert werden und beim Geschlechtsverkehr sind bestimmte Vorsichtsmassnahmen einzuhalten.

Auch die Hepatitis C kann spontan ausheilen. Heute ist die Behandlung der chronischen Hepatitis C dank enormen Fortschritten in den letzten paar Jahren und der Entwicklung sehr wirksamer Kombinationstherapien mit mehreren Wirkstoffen heilbar.  Deshalb sind eine optimale Betreuung und eine gute Beratung von Patienten mit Hepatitis C sehr wichtige Elemente der Behandlung. Das Einhalten der Therapietreue ist entscheidend für den Heilungsverlauf.

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Inkl. Expertentipp von Prof. Dr. med. Beat Müllhaupt, leitender Arzt in der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie des Universitätsspitals Zürich.

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